Ihre Eltern sind gestorben oder haben sie aufgegeben. Vor der unerträglichen Bandengewalt in Port-au-Prince und anderen Städten sind die Buben in die dominikanische Republik nach Boca Chica geflüchtet. Dort leben sie illegal auf der Strasse; gejagt und ausgebeutet von der Migrationspolizei. Werden sie gefasst, müssen sie sich freikaufen oder werden an die Grenze deportiert. So kämpfen sie tagtäglich einen hoffnungslosen Kampf ums überleben. In der Nacht flüchten sie unter Autos oder nächtigen schutzlos in Parks. Sie sind eine Gruppe von rund 30 Kindern und jugendlichen, der jüngste gerade 13 Jahre alt. Niemand will sie. Keiner kümmert sich um sie. Ihr Elend ist schwer zu ertragen.
Viele der Kinder und Jugendlichen würden gerne nach Haiti zurückkehren, doch sie haben weder die Mittel dazu noch wissen sie, wohin sie gehen sollten. Sie fürchten die allgegenwärtige Gewalt der marodierenden Banden, die das Leben der Bewohner in weiten Teilen Haitis in eine Hölle verwandelt haben.
Wir wollen in Les Cayes, im Süden des Landes, wo die Sicherheitslage um vieles besser ist, ein geeignetes Haus kaufen, um darin ein Waisen- und Kinderhaus einzurichten. Falls sich kein geeignetes Gebäude finden lässt, werden wir Land kaufen und ein entsprechendes Gebäude darauf errichten. Nicht nur die Kinder von Boca Chica sollen an diesem Ort ein neues Zuhause finden. Auch in Les Cayes leben Kinder auf der Strasse. Sie sollen im Haus «Lakay» ebenso in Sicherheit leben können.
Markus Giger ist Pfarrer der Streetchurch ZH und Vorstand des Verein La Vega. In diesem Interview erklärt er um was es in diesem Hilfsprojekt geht:

Pierre hat Markus Giger als Übersetzer auf mehreren Reisen in die dominikanische Republik begleitet. Er war es, der ihn auf die Situation der Strassenkinder von Boca Chica aufmerksam gemacht hat. Pierre hat nicht nur ein Herz für diese verlorenen Kids, er ist der geborene Leiter. Er geht souverän und mit natürlicher Autorität auf die Strassenkindern zu. Darüber hinaus hat er viel Erfahrung im Bauwesen. Zurzeit ist er verantwortlich für die Umsetzung zweier Bauprojekte in der Provinz von Les Cayes. Seine gute Vernetzung in der Stadt ist ein wichtiger Faktor für die erfolgreiche Realisation des Projektes.
Pierre Darlin ist bereit, sich für diese leidenden Kinder seines Land einzusetzen. In einer Zeit, in der westliche Diplomaten und selbst UNO-Mitarbeitende das Land verlassen haben und tausende aus der gebildeten Bevölkerungsschicht sich ins Ausland absetzen, haben wir dank diesem jungen, engagierten Mann die Möglichkeit, Kindern, ohne jede Hoffnung, eine Lebensperspektive zu schenken.
Transparenz ist unserem Verein ein wichtiges Anliegen. Daher muss an dieser Stelle, wenn es um die Kosten geht, folgendes erwähnt sein: In weiten Teilen Haitis herrschen Anarchie und Gewalt. Die staatlichen Strukturen sind in einigen Regionen weitgehend inexistent oder stark beeinträchtigt. Wie jedes Projekt, das in diesem Land realisiert wird, ist auch unser Projekt mit Risiken verbunden. Les Cayes gehört jedoch zu den sichersten Städten im krisen geschüttelten Land. Daher wollen wir dort unser Projekt verwirklichen: Ein Zuhause für die vergessenen Kinder von Boca Chica und Les Cayes.
Die folgende Kosten sind Schätzungen aufgrund der heutigen Ausgangslage.

So könnte das Waisen- und Kinderhaus «Lakay» in Les Cayes aussehen.
Miete: CHF 6’000 (Jahresmiete)
Löhne: CHF 9'000 Fr.
Infrastruktur: CHF 16’000
Schulgeld: CHF 1’750
Nahrungsmittel: CHF 12’500
Kleider/Schuhe: CHF 450
Medizinische Betreuung: CHF 3’500
Unvorhergesehenes Reserve: CHF 2’900
Rückstellungen: CHF 2’900
Total Budget CHF 55’000
Investitionskosten
Landkauf: CHF 22'000
Hauskauf für maximal 50 Kinder inklusive Infrastruktur: CHF 87’000
(Alternativ dazu: Hausbau: CHF 174’000)
Betriebskosten Aufbauphase mit 30 Kindern (pro Jahr):
Löhne Angestellte (Projektleitung: Pierre Darlin, 3 Betreuer*innen, 2 Köch*innen) für das erste Betriebsjahr: CHF 18’300
Schulgeld: CHF 5’200
Nahrungsmittel: Aufbauphase mit 30 Kindern und 6 Angestellten: CHF 37’600
Kleider/Schuhe: CHF 1’300
Medizinische Betreuung: CHF 10’500
Unvorhergesehenes/Reserve: CHF 8’700
Rückstellungen: CHF 8’700
Total Budget Bau und erstes Betriebsjahr: CHF 199’300
(Alternativ dazu mit Hausbau: CHF 286’300)
Für detailliertere Informationen und Rückfragen steht Ihnen Markus Giger gerne zur Verfügung: Pfr Markus Giger, markus.giger(at)streetchurch.ch / 078 227 59 94
Verein Zwingli-Spoiz
Evangelisch-reformiertes Kirchenzentrum Jona (EZJ)
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